Wechsel an der Spitze des KSA

 

Die Fußball-Schiedsrichter im Landkreis Uelzen tanzen nach einer neuen Pfeife: Volker Leddin, 35-jähriger Verwaltungsbeamter im Ordnungsamt der Stadt Uelzen, hat mit sofortiger Wirkung den Vorsitz im Uelzener Kreisschiedsrichterausschuss übernommen. Er folgt Marco Haase, zwölf Jahre lang ebenso erfolgreich wie unumstritten in den verschiedensten Funktionen tätig, darunter in den vergangenen drei als Obmann. Haase, bis Ende Februar noch als Redakteur bei der Allgemeinen Zeitung in Uelzen tätig, wird in Niedersachsen bleiben, aber in Zukunft

nicht mehr nur in seiner Heimatregion tätig sein. Daher kann er "das Amt des Obmanns und die Tätigkeit im KSA, die mir sehr viel Spaß gemacht hat", nicht mehr wahrnehmen. Spätestens im kommenden Jahr, so Haase, wäre er allerdings ohnehin zurückgetreten: "Ich bin das mit Abstand dienstälteste Mitglied im KSA und denke, es ist Zeit für einen Wechsel. Ich strebe nicht an, Jubiläen wie ,25 Jahre Obmann' zu erreichen. Ich möchte gehen, solange es vielleicht noch der eine oder andere bedauert -und nicht alle erleichtert durchatmen."

Haases Nachfolger Volker Leddin ist im Bereich des Schiedsrichterwesens ein "alter Hase":
Er pfiff jahrelang in der Niedersachsenliga und S fuhr als Assistent in der Regionalliga mit; seit vielen Jahren ist er Jungschiedsrichterbeauftragter und -ansetzer im KSA. Marco Haase: "Volker ist es zu verdanken, dass der Kreis Uelzen so viele interessierte Nachwuchs-Schiedsrichter stellt. Dies findet niedersachsenweit Beachtung." Seit seinem freiwilligen Ausscheiden aus der Niedersachsenliga ist Leddin Schiedsrichterbeobachter in Bezirk und Verband.
Marco Haase, 31 Jahre jung, war zwölf Jahre im KSA Uelzen tätig: als Lehrwart, als Öffentlichkeitsarbeiter sowie zuletzt als Kreisschiedsrichterobmann. Gepfiffen hat der Holdenstedter bis zu seinem gesundheitlich bedingten Ausscheiden in der Oberliga, an der Linie stand er in der Regionalliga. Der Uelzener KSA um Haase und Leddin hat in den vergangenen Jahren so außenwirksame Veranstaltungen auf die Beine gestellt wie den Uhlenköper-Cup, das jährliche Freundschaftsspiel der Schiedsrichterauswahl gegen die Uelzener

Allstars, oder das viel beachtete und Zeichen setzende Verbandsjung-schiedsrichterturnier Uelzen 2001. Bei der Aktion "Ich bin gerne Schiedsrichter" heimste der Kreis Uelzen sogar den "Oscar" des Niedersächsischen Fußballverbandes ein.
Marco Haase bleibt weiterhin Mitglied des Verbandsschiedsrichter-lehrstabes an der Sportschule des NFV in Barsinghausen. Eine "zeitintensive Aufgabe", der er sich künftig "verstärkt" widmen will. Auch als Beobachter im Bezirk und Verband wird er weiterhin tätig sein. Haase: "Ich bleibe der Schiedsrichterei voll und ganz erhalten."
Nach der Satzung des NFV ist eine Wahl bei einem Wechsel an der Spitze des KSA zwar nicht vorgesehen, dennoch hatten die Uelzener Unparteiischen das letzte Wort: Auf dem einzigen speziellen Februar-Lehrabend sprachen sie dem neuen Obmann Volker Leddin einstimmig ihr Vertrauen aus. Ebenso einstimmig respektierte der NFV-Kreisvorstand um den Vorsitzenden Ernst Parr das Votum der Uelzener Unparteiischen. Damit ist Volker Leddin der neue kommissarische Uelzener KSO. Parr dankte Marco Haase in Holdenstedt für sein jahrelanges Engagement, vergaß aber auch nicht, seinem Nachfolger alles Gute zu wünschen. (mhd)



QUELLE: NFV-Journal 3/2002